Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz befürwortet Modellvorhaben zur Blankoverordnung und will Verbände unterstützen

Die konstruktiven und erfreulichen Gespräche mit dem Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung, Dr. Peter Heinz, Vorsitzender des Vorstandes und Dr. Andreas Bartels, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes, sowie Gunther Beth, Geschäftsbereichsleiter der KV konnten Erwin Hilgert und Herbert Schneider (beide VPT) im Namen der Dachorganisation der Heilmittelverbände Rheinland-Pfalz (DOH-RP) e.V. auch im August 2017 fortsetzen.

Hauptthema des Gesprächs waren mögliche Inhalte des „Modellvorhabens Blankoverordnung“, welches die maßgeblichen Verbände der Heilmittelerbringer mit den Landesverbänden der Krankenkassen und der Ersatzkassen gemeinsam zu vereinbaren haben (§ 64d SGB V).

Bei der Blankoverordnung erfolgt die Verordnung des Heilmittels weiterhin durch den Arzt, der Heilmittelerbringer bestimmt aber selbst die Auswahl und die Dauer der Therapie. Aus der stärkeren Einbindung der Physiotherapeuten in die Versorgungsverantwortung versprechen sich diese eine flexiblere Therapieplanung mit deutlichen Vorteilen für den Patienten, Vorteile aber auch für den behandelnden Arzt, langfristig betrachtet aber auch Kosteneinsparungen auf Seiten der Krankenkassen. Nach Ablauf der Modellvorhaben will der Gesetzgeber dann entscheiden, ob diese Versorgungsform geeignet ist, in die Regelversorgung überführt zu werden.

Die Vertreter der Verbände unterstrichen den Wunsch, die Standesorganisation der Ärzteschaft in das Modellvorhaben einzubinden und stellten klar, dass eine Teilnahme von Ärzten und Patienten im Modellvorhaben freiwillig sei und die im Modellvorhaben verursachten Behandlungskosten nicht der Wirtschaftlichkeitsprüfung unterliegen.

Die Vertreter der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz standen den Modellvorhaben nicht nur aufgeschlossen gegenüber und befürworteten die Durchführung, sondern boten in der Entwicklung der Modellvorhaben auch ihre Unterstützung und Mitwirkung an.

Die Dachorganisation der Heilmittelverbände Rheinland-Pfalz (DOH-RP) will das Modellprojekt gemeinsam mit den Krankenkassen durchführen. In der DOH haben sich bisher die beiden großen Verbände, PHYSIO-DEUTSCHLAND, Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. und die Landesgruppe Rheinland-Pfalz-Saar des Verband Physikalischen Therapie (VPT) e.V. zusammengeschlossen, ("Gemeinsam sind wir stärker") um die Interessen der Berufsgruppe besser vertreten zu können. Die DOH ist offen für weitere Mitglieder aus dem Heilmittelbereich.

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