Fort- & Weiterbildung

Neurogene Faszientherapie® - Intensivkurs

Termin(e)

01. November 2017 - 05. November 2017

Fortbildungspunkte (FP)

36

Unterrichtseinheiten (UE)

36

Gebühr

VPT-Mitglieder: 760,-€
Nichtmitglieder: 860,-€

Unterrichtszeit

Mittwoch - Samstag 9.00 - 17.30 Uhr
Sonntag   9.00 - 14.30 Uhr

Kursleitung

Andreas Haas, Trainer für integrative Faszientherapie, Gründer und Leiter des Manus fascia.center, Ausbildungen in Osteopathie, Craniosacraler Therapie, Heilmassage, Tuina-Anmo-Therapie u.a.

Unsere AGB

Beschreibung

Neurogene Faszientherapie®
Behandlung der Faszien des Nervensystems

Das Nervensystem wird von den Faszien getragen, geführt, ernährt, innerviert, gegen andere Strukturen abgegrenzt, von Kräften entkoppelt und beweglich gehalten. Das Netzwerk der Faszien stellt die Grundlage der Gesundheit, der einwandfreien Funktion und der Mobilität des Nervensystems dar.
Nerven sind sowohl starken Dehnungen als auch kräftigen Kompressionen ausgesetzt wobei sie selbst unter sehr hohen Belastungen die uneingeschränkte Funktion aufrecht halten können. Entscheidend hierfür ist die enge Verbindung zum Bindegewebe. Faszien bilden eine kontinuierliche Umhüllung um das Nervensystem, sozusagen ein durchgehendes Kompartiment. In dieses sind die Nerven eingebettet, an bestimmten Stellen fixiert und werden an anderen gleitend geführt.
Der Begriff Neurofaszie beschreibt diese Einheit des Nervensystems mit den umgebenden und durchziehenden faszialen Strukturen. Periphere Nerven bestehen zu 50 bis 90% aus Faszien. Dieser hohe bindegewebige Anteil ist sowohl funktionell notwendig, als auch therapeutisch relevant, weil die Faszien das Nervengewebe von äußeren Einflüssen entkoppeln.

Die Ausbildung in „neurogener Faszientherapie“ vermittelt die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die Pathologien sowie die Therapie der Neurofaszien:

  • Faszienhüllen als Gleitstrukturen
  • Verbindungen zu den viszeralen und somatischen Faszien
  • Funktionen der Faszienhüllen und der Hirnhäute als neurofasziale Funktionsketten

Restriktionen der Neurofaszien führen zu eingeschränkter Mobilität des Nerven, zu Zirkulationsstörung und zu einer Reizung des Nervengewebes, was Ursache zahlreicher Symptomatiken sein kann, wie etwa Sensibilitätsstörungen, Schmerzen, Parästhesien und motorische Fehlsteuerungen. Durch manuelle Techniken kann die Mobilität des Nervensystems wieder erhöht werden. Ziel der Arbeitstechniken ist es, Restriktionen und Einschränkungen erkennen zu können und die freie Beweglichkeit des Nervengewebes wiederherzustellen.

Lehrinhalte:

  • Anatomie und Physiologie der nervalen Faszienstrukturen
  • Verlauf der neurofaszialen Ketten
  • Verbindungen des Nervensystems mit den Faszien des Bewegungsapparates und der inneren Organe
  • Bedeutung für das somatische und das vegetative Nervensystem
  • Gleitgebiete der Faszien, die die Beweglichkeit und Mobilität der Nerven aufrecht halten
  • Anheftungspunkte als stabilisierende Strukturen, deren genaue Lage und Bedeutung
  • Bedeutung der neurofaszialen Ketten für motorische und vegetative Koordination
  • Bedeutung der neurofaszialen Ketten für die Propriozeption und Interozeption
  • Nerven, Fluida und Faszien (Dura mater, Pia mater, Liquor und Epineurium)
  • Bedeutung der Fluida für die Versorgung und Funktion des zentralen und peripheren Nervensystems (Liquor cerebrospinalis und die Venenplexus)

Der Intensivkurs vermittelt die neurogenen Faszien der oberen und unteren Extremität, des Rumpfes, des Halses und des Schädels.

Ausbildungsinhalte:

Zentrales Nervensystem, Plexus sacralis , Plexus lumbalis, thorakale Nerven, Plexus brachialis, Plexus cervicalis und Hirnnerven

  • Anatomie und Physiologie des peripheren Nervensystems von Nacken, Schädel und oberer Extremität sowie von Rumpf, Becken und unterer Extremität
  • Neurofasziale Ketten von Rumpf, Nacken und Schädel sowie von oberer Extremität und unterer Extremität
  • Anatomie und Physiologie des zentralen Nervensystemes, insbesondere in Verbindung zum Wirbelkanal
  • Spezifische Pathologien des zentralen und peripheren Nervensystems
  • Behandlungs- und Therapiekonzepte für korrelierende Beschwerdebilder

Ziel dieses Lehrganges ist es, die Absolvent/innen zu befähigen:

  • die Mobilität und Gleitfähigkeit des Nervensystems testen und beurteilen zu können
  • Verbindungen zu bestehenden Beschwerdebildern zu erkennen
  • spezifische Behandlungsansätze zu erarbeiten und
  • diese therapeutisch umzusetzen 

Eine gute Ergänzung zum Kurs ist die Segmentale Faszienherapie

Die Kurse sind nach dem Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt. (siehe Startseite: Bildung zahlt sich aus).
Mit der Anerkennung durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur vom können Arbeitgeber mit weniger als 50 Beschäftigten (in Rheinland-Pfalz) bei Freistellung des Angestellten zum Kurs einen pauschlierten Anteil des Arbeitsentgeltes als Erstattung beantragen. Nähere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.